Mazda
Aufgewertet und deutlich verbessert

Mazda hat gerade einen Lauf. Der relativ kleine Hersteller bringt in erstaunlicher Kadenz neue Modelle auf den Markt, die auf Anhieb überzeugen. Aber auch der Modellpflege widmet sich Mazda mit einigem Aufwand, wie der neue CX-5 im Test bewies.

Markus Chalilow
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Mazda CX-5

Mazda CX-5

HO

Natürlich man hat bei Mazda nicht einen riesigen Aufwand betrieben, beim Facelift des CX-5. Aber man hat sich auch nicht nur auf das normale Programm beschränkt, will heissen, einfach vorne und hinten neue Lampen montiert. Die Japaner haben auch im Innenraum Hand angelegt und dem SUV auch noch gleich eine neue Topmotorisierung spendiert.

Der Vierzylinder-Benziner mit 192 PS aus 2,5 Litern Hubraum macht den Fünfsitzer zum richtig dynamischen Auto. Gekoppelt wird der Motor an ein sechsstufiges Automatikgetriebe, welches seine Sache zwar nicht rasend schnell, dafür ruckfrei und sehr vorausschauend macht. Zusätzlich gibt es nun einen Fahrmodusschalter. Betätigt man diesen, wird die Kennlinie des Gaspedals schärfer (mehr «Gas» mit weniger Pedalweg) und die Schaltpunkte des Getriebes werden nach oben verlegt. Weil so ein SUV aber kein Rennwagen ist, macht das alles nicht allzu viel Sinn. Am ehesten noch, bei langen Bergabfahrten. Dann hilft die Sportstellung, die Bremswirkung des Motors voll auszunützen. Das Fahrwerk des Mazda blieb nahezu unangetastet. Das ist gut so, denn der Wagen federt elegant ab, verzeiht aber auch die etwas sportlichere Gangart. Und, dank 4×4 und erhöhter Bodenfreiheit sind auch Ausflüge abseits befestigter Wege kein Problem für das Erfolgsmodell aus Hiroshima. Deutlich mehr getan hat sich im Innenraum. Die neue Mittelkonsole, die optimierte Geräuschdämmung und die verwendeten Materialien — das alles schafft ein behagliches Gefühl an Bord des Mazda. Natürlich hat man auch am Infotainmentsystem gearbeitet. Das Koppeln des Mobiltelefons klappt auf Anhieb, das Navi reagiert auch auf die Spracheingabe des Ziels sofort. Mazda ist auch hier auf einer Höhe mit teils deutlich teureren Konkurrenten.
Beim Verbrauch schlägt sich das Temperament des SUV erwartungsgemäss negativ nieder. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,4 Liter pro 100 Kilometer liegt der Japaner in unserem Test gut einen Liter über der Werksangabe. Das scheint der Preis für die souveränen Fahrleistungen zu sein. Für viele Interessenten dürften die 160 PS des schwächeren Modells zudem genügen. Oder die 150 PS des Vierzylinder-Dieselaggregats. In der Summe der Fähigkeiten ist der Mazda CX-5 in seiner jüngsten Version aber sicher eine sehr valable Alternative zu den bekannten Grössen in diesem Segment. Und optisch macht der Wagen seit dem Update auch deutlich mehr her. Die Preise beginnen bei 27'900 Franken (ohne Allrad), unser Testwagen mit 192 PS hingegen kostet mindestens 43'200 Franken, auch weil es diese Version nur mit Komplettausstattung gibt.

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