Die obligatorische Abgaswartung, im Jahr 1986 eingeführt, war seit jeher umstritten. Manche zweifelten am Sinn dieser Überprüfung, einige vermuteten reine Geldmacherei. Denn für die Garagisten war es ein lohnendes Geschäft. Nun hat der Bundesrat beschlossen, diese Pflicht abzuschaffen. Zumindest für Fahrzeuge, welche über ein Onboard-Diagnosesystem (OBD) verfügen.  Aber keine Regel ohne Ausnahme. Denn die ersten OBD-Systeme sind dem Bundesrat nicht genau genug. Entscheidend ist der Eintrag im Fahrzeugausweis. Unter der Rubrik Emissionscode findet man eine Buchstaben- und Zahlenkombination. Erst diese gibt abschliessend Aufschluss darüber, ob man künftig die Abgaswartung auslassen kann.

Befreit von der obligatorischen Abgaswartung - die bisher alle zwei Jahre durchgeführt werden musste - sind alle Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, welche folgende Emissionscode eingetragen haben: B04, B5a, B5b, B6a, B6b, B6c, A04, A05 und A07. Dies sind allerdings nur die Codes für Fahrzeuge mit Benzin-, Diesel- oder Gasmotor. Wer ein Fahrzeug besitzt, welches zwar mittels OBD-Buchse überprüft werden kann, aber keinen der erwähnten Codes besitzt muss weiterhin alle zwei Jahre die Wartung durchführen lassen. Nichts ändert sich für die Besitzer von älteren Fahrzeugen oder Oldtimern. Autos mit Katalysator müssen alle zwei Jahre zur konventionellen Untersuchung, Autos ohne Kat weiterhin jedes Jahr. Der Anteil an Fahrzeugen, welche ab 2013 von der Abgastestpflicht befreit sind, wird auf 50 bis 60 % geschätzt.

In Feld 72 ist der Emissionscode eingetragen.

In Feld 72 ist der Emissionscode ersichtlich

In Feld 72 ist der Emissionscode eingetragen.


Durch die Befreiung von Abgastest kommen aber auch neue Pflichten auf den Fahrzeughalter zu. Leuchtet die gelbe Kontrollleuchte am Armaturenbrett auf und signalisiert somit eine Störung im Abgassystem oder Motorsteuerung, muss der Halter innerhalb eines Monats den Schaden untersuchen und beheben lassen.