Philippinen

Zwei Explosionen im Süden der Philippinen - mindestens elf Tote

HANDOUT - Auf diesem vom philippinischen Roten Kreuz zur Verfügung gestellten Handout-Foto sichern Truppen ein Gebiet, nachdem zwei Explosionen die Stadt Jolo in der südphilippinischen Provinz Sulu getroffen hatten. Foto: Philippine National Red Cross/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. Verwendung nur bis zum 07.09.2020.

HANDOUT - Auf diesem vom philippinischen Roten Kreuz zur Verfügung gestellten Handout-Foto sichern Truppen ein Gebiet, nachdem zwei Explosionen die Stadt Jolo in der südphilippinischen Provinz Sulu getroffen hatten. Foto: Philippine National Red Cross/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. Verwendung nur bis zum 07.09.2020.

Bei zwei Bombenexplosionen im Süden der Philippinen sind am Montag mindestens elf Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Bei den Todesopfern handelt es sich um sechs Soldaten, vier Zivilisten und einen Polizisten, teilten die Behörden in dem südostasiatischen Land mit. Als Drahtzieher der Anschläge vermutet das Militär die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf.

Zunächst war nach Angaben des Roten Kreuzes am Mittag (Ortszeit) ein neben einem Militärfahrzeug geparktes Motorrad, an dem Sprengstoff befestigt war, in die Luft gegangen. Die Explosion ereignete auf einer Hauptstrasse in der Stadt Jolo in der Provinz Sulu, 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Kurz darauf kam es in der Nähe zu einer zweiten Explosion: Dort habe sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft gesprengt, hiess es. Die Polizei suchte umgehend die Gegend nach weiteren Sprengsätzen ab. Die Insel Jolo gilt als Hochburg von Abu Sayyaf.

Die Extremistengruppe wird für einige der schwersten Terrorangriffe und Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Die Miliz versucht seit langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren.

Erst vor zehn Tagen hatte sich ein Anführer der Miliz der Polizei gestellt. Anduljihad Susukan wird vorgeworfen, für Entführungen und Enthauptungen ausländischer Geiseln mitverantwortlich zu sein. Er hatte sich in Davao City auf der Insel Mindanao nach Verhandlungen gestellt. Der Islamist hatte dort zuvor medizinische Hilfe gesucht. Dem Festgenommenen werden den Angaben zufolge 23 Morde, fünf Entführungen und sechs versuchte Morde vorgeworfen.

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