Rom

Zwei, die sich verstehen: Obama zur Privataudienz beim Papst

US-Präsident Barack Obama ist am Donnerstag zu einem Gespräch mit Papst Franziskus im Vatikan eingetroffen. Es ist die erste persönliche Begegnung der beiden. Auf der Agenda stehen Krisenherde wie Syrien und die Ukraine.

Obama wurde im Vatikan vom Präfekten des päpstlichen Hauses, Bischof Georg Gänswein, empfangen, den der US-Präsident bereits bei seinem Besuch bei Benedikt XVI. im Jahr 2009 kennengelernt hatte.

"Es ist wunderbar wieder hier zu sein", sagte Obama, der in Begleitung einer Delegation unter anderem mit US-Aussenminister John Kerry im Vatikan eintraf. Als Franziskus Obama in der Privatbibliothek des Apostolischen Palastes begrüsste, dankte der US-Präsident für die Privataudienz.

Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden rund um den Vatikan für den Besuch getroffen. Rund 1000 Soldaten sind in Rom für das Staatsoberhaupt im Einsatz und bewachen die Innenstadt. Alle wichtigen Monumente, die U-Bahn-Zugänge und die Sitze wichtiger Institutionen werden strengstens kontrolliert.

Einladung nach Washington

Zu Franziskus' Amtseinführung vor gut einem Jahr reiste Obama nicht an und liess sich von Vizepräsident Joe Biden vertreten. Vor zwei Wochen lud der US-Kongress den Papst ein, als erstes Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche eine Rede vor beiden Parlamentskammern in Washington zu halten. Als Termin wird über den September 2015 spekuliert.

Nach der Audienz beim Papst wird Obama in Rom mit Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano und später mit Regierungschef Matteo Renzi zusammentreffen.

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