Syrien

Zerstörung durch Kämpfe in historischer Christen-Stadt Maalula

Die mehrheitlich von Christen bewohnte Stadt Maalula (Archiv)

Die mehrheitlich von Christen bewohnte Stadt Maalula (Archiv)

Rebellen haben in Syrien zum zweiten Mal binnen weniger Wochen die historisch bedeutende christliche Kleinstadt Maalula eingenommen. Nach Angaben von Einwohnern der Stadt wurden mehrere Gotteshäuser durch die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen beschädigt.

Zahlreiche Häuser seien abgebrannt und die Mehrzahl der Christen sei nach Damaskus oder in umliegende Dörfer geflohen, sagten Augenzeugen am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Zu den Regimegegnern, die Maalula jetzt kontrollieren, gehörten auch Kämpfer der islamistischen Al-Nusra-Front, berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter.

Die Bewohner von Maalula sind grösstenteils Christen. Sie sprechen zum Teil noch aramäisch, eine alte semitische Sprache.

Im vergangenen September war der Ort bereits einmal von Rebellen eingenommen worden. Sie wurden jedoch später von den Truppen von Präsident Baschar al-Assad wieder vertrieben.

Die meisten Christen haben sich weder den Rebellen noch den Milizen des Regimes angeschlossen.

Aktivisten schätzen, dass seit dem Beginn des Aufstandes 2011 etwa 40 Prozent der syrischen Christen ihre Heimat verlassen haben.

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