Haiti

Zahl der Cholera-Toten in Haiti steigt auf fast 1350

Eine an Cholera erkrankte Frau wird in einem Spital in Port-au-Prince behandelt

Eine an Cholera erkrankte Frau wird in einem Spital in Port-au-Prince behandelt

Die Zahl der Cholera-Opfer in Haiti ist weiter gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium des Karibikstaates am Montag mitteilte, starben bislang 1344 Menschen an der Seuche. In nur 24 Stunden erlagen demnach 94 Personen der gefährlichen Krankheit.

Mehr als 57'000 Fälle von Cholera seien bislang bestätigt worden. Cholera verbreitet sich vor allem über Wasser und Nahrung, verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen. Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Krankheit innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen.

Tausende Haitianer hatten in der vergangenen Woche in verschiedenen Städten gegen die in dem Land eingesetzten UNO-Soldaten demonstriert. Sie werfen den nepalesischen Blauhelmen vor, die Cholera eingeschleppt zu haben. Die Vereinten Nationen bestreiten dies.

Angesichts der Cholera-Epidemie und der gewaltsamen Proteste wurden in Haiti Forderungen nach einer Verschiebung der Präsidentschaftswahl laut, die kommenden Sonntag stattfinden soll. Der Karibikstaat war Anfang des Jahres von einem schweren Erdbeben erschüttert worden, rund 250'000 Menschen kamen ums Leben.

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