Hantavirus

Yosemite Nationalpark verschärft Warnung vor Hantavirus

Touristen im Yosemite-Nationalpark (Archiv)

Touristen im Yosemite-Nationalpark (Archiv)

Der kalifornische Yosemite Nationalpark hat seine Warnung vor dem gefährlichen Hantavirus auf alle 230'000 Übernachtungsgäste dieses Sommers am Donnerstag (Ortszeit) ausgeweitet. Drei US-Touristen starben dieses Jahr bereits nach einer Infektion.

Bei sechs weiteren Infizierten verlief die Krankheit nicht tödlich. Die neuen Informationen auf der Webseite des Nationalparks richteten sich an die Übernachtungsgäste aus aller Welt, die seit Juni mit dem von bestimmten Mäusen übertragenen Virus in Kontakt gewesen sein könnten.

Der Nationalpark hatte zuvor bereits 10'000 Menschen aus der ganzen Welt alarmiert, die im so genannten Curry Village übernachteten, wo das Virus Anfang Juni entdeckt wurde.

Vergangene Woche wurde auch ein Fall aus einem anderen Teil des Nationalparks gemeldet, weshalb die Parkleitung die Warnung ausweitete. Meist ähneln die Symptome der seltenen Hantavirus-Erkrankungen mit Fieber sowie Kopf- oder Gliederschmerzen einer Grippe. Es kann allerdings schnell zu einem pulmonalen Syndrom (HPS) kommen, das durch schwere Atemnot lebensgefährlich ist.

Laut einer Studie des kalifornischen Gesundheitsministeriums von 2008 trägt ungefähr eine von fünf Hirschmäusen in den Wäldern des Bundesstaates das Virus in sich. Der Erreger wird über Urin, Kot oder Speichel der Nager übertragen. Seit der Identifizierung der Krankheit 1993 wurden in Kalifornien 60 Fälle gemeldet.

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