Assanges gesundheitlichen Leiden rührten daher, dass er seit Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors ausharre und wenig frische Luft und Sonnenlicht bekomme. Der 41-Jährige war im Juni in die Botschaft geflohen, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo er zu Vorwürfen sexueller Vergehen vernommen werden soll.

Ecuador kümmert sich nach Angaben Albans um die Kosten für Assanges medizinische Versorgung und ermöglicht "regelmässige medizinische Untersuchungen". Darüber hinaus wollte die Botschafterin keine Angaben zum Gesundheitszustand des Internetaktivisten machen.

Assange äussert sich nicht dazu

Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender CNN wollte Assange am Mittwoch keine Angaben zu seiner Gesundheit machen. "Ich glaube nicht, dass das wichtig ist", sagte der Australier. Ende September hatte er noch in einem Interview über seine sich "langsam verschlechternde" Gesundheit und "heftigen Husten" gesprochen. Assanges Anwalt Baltasar Garzón zeigte sich Anfang November besorgt über die Gesundheit seines Mandanten.

Wikileaks hatte durch die Veröffentlichung geheimer Informationen zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie von rund 250'000 vertraulichen Diplomatendepeschen den Zorn der US-Regierung auf sich gezogen. Assange befürchtet nach eigenen Angaben, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Spionage und Geheimnisverrat drohen könnte.