Italien

Wieder Erdbeben in Mittelitalien – und wieder trifft es das Bergdorf Amatrice

Ein Erdbeben in Mittelitalien hat am Mittwochvormittag im Bergdorf Amatrice zumindest Sachschäden verursacht. Ersten Informationen zufolge stürzten Gebäude ein, die bei dem verheerenden Beben am 24. August beschädigt worden waren.

Mittelitalien ist am Mittwoch von einer Serie von Erdbeben erschüttert worden. Das neue Erdbeben ereignete sich gegen 10.30 Uhr.

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des ersten Bebens mit 5,3 an und lokalisierte das Epizentrum etwa 100 Kilometer nordöstlich von Rom und nur sieben Kilometer von der Stadt Amatrice entfernt, die im vergangenen August durch ein starkes Beben schwer beschädigt worden war.

Ein zweites Beben etwa in derselben Region erreichte der europäische Warte EMSC zufolge eine Stärke von 5,7. Beide Erschütterungen fanden den ersten Angaben zufolge in einer Tiefe von zehn oder weniger Kilometern statt. Das neuerliche Beben ereignete sich in einer Tiefe von neun Kilometern. 

Der Kirchturm von Amatrice: Nach einem Nachbeben am 30. Oktober stürzte das oberste Glockengeschoss ein.

Der Kirchturm von Amatrice: Nach einem Nachbeben am 30. Oktober stürzte das oberste Glockengeschoss ein.

Kurz darauf gab es ein drittes Beben. Alle drei waren in Rom zu spüren, wo die U-Bahn evakuiert wurde. Angaben über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Im August 2016 waren bei dem Beben der Stärke 6 fast 300 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen in dem Sommer-Ferienort Amatrice. Im Oktober wurde die Region erneut von drei Erdbeben erschüttert, das schwerste hatte eine Stärke von 6,6. Sie richteten schwere Schäden an, Menschen kamen aber nicht zu Schaden.

Die Gegend leidet seit rund zehn Tagen unter heftigen Schneefällen. Unter der Last des Schnees war bereits am Dienstag in Amatrice ein Behelfsspital aus aufblasbaren Modulen eingestürzt.

Der italienische Zivilschutzchef Fabrizio Curcio sagte, das Erdbeben habe das Gebiet betroffen, das bereits bei den Erdstössen im August und im Oktober zerstört worden waren.

Im Raum Ascoli gab wegen des Schnees Stromausfälle. "Es benötigt viel organisatorischen Aufwand, um die verschneiten Gemeinden zu erreichen", sagte Zivilschutzchef Fabrizio Curcio.

Zudem machen derzeit auch Schnee und Eiseskälte den dort lebenden Menschen zu schaffen. 

Drohnen-Aufnahmen: Das zerstörte Amatrice von oben

30.10.2016: Drohnen-Aufnahmen: Das zerstörte Amatrice von oben

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1