Nebst den USA selbst haben die EU-Mitglieder Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Polen und Dänemark sowie die Türkei und Australien Unterstützung zugesichert..

Erklärtes Ziel ist aber, in den nächsten Tagen weitere Staaten dafür zu gewinnen, insbesondere auch aus der arabischen Welt. US-Aussenminister John Kerry und mehrere arabische Aussenminister haben am Donnerstag Gespräche über ein gemeinsames Vorgehen gegen die IS-Dschihadisten begonnen.

An dem Treffen im saudiarabischen Dschiddah nehmen neben Saudi-Arabien fünf weitere Länder des Golf-Kooperationsrates sowie Vertreter Ägyptens, Jordaniens, des Libanon und des Irak teil. Auch die Türkei, die eine hunderte Kilometer lange Grenze mit dem Bürgerkriegsland Syrien hat, sitzt als nicht-arabisches Land mit am Tisch.

Keine zweite «Koalition der Willigen»

Einen Namen hat das neue Bündnis noch nicht. Die Zehner-Gruppe firmiert bislang unter dem Begriff "Kernkoalition". Manchmal ist aber auch schon von einer neuen "Koalition der Willigen" die Rede - sehr zum Verdruss der meisten Beteiligten, weil sie jede Erinnerung an die Allianz vermeiden wollen, die der damalige US-Präsident George W. Bush 2003 gegen Iraks Diktator Saddam Hussein zusammenbrachte.

In der "coalition of the willing" - so das Original - waren mehr als 40 Staaten dabei, neben den USA und Grossbritannien zum Beispiel auch Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien. Deutschland und Frankreich gehörten damals nicht dazu, was das Verhältnis zu den USA über Jahre hinweg erheblich belastete.

Luftangriffe ausweiten

US-Präsident Barack Obama kündigte in seiner Rede an die Nation unterdessen die Ausweitung der Luftangriffe gegen die IS-Dschihadisten auf Syrien an. Die IS-Kämpfer kontrollieren Teile des Nordiraks und mehrere Provinzen in Syrien. Mit Hilfe von im August gestarteten US-Luftangriffen konnten sie an einem weiteren Vormarsch im Irak gehindert werden.