Weltuntergang

Weltuntergangs-Partys am «Magischen Berg» von Bugarach verhindert

Am «Magischen Berg» des südfranzösischen Dörfchens Bugarach, das vom angeblichen Weltuntergang am Freitag verschont bleiben soll, haben die Behörden zwei Rave-Partys verhindert und Menschen daran gehindert, den 1231 Meter hohen Berg zu besteigen.

Wie die Präfektur des Départements Aude am Donnerstag mitteilte, wurde der Berg von Bugarach und seine Umgebung wegen des befürchteten Ansturms von Weltuntergangsjüngern seit Mittwoch abgeriegelt. Ein Mann, der den "Magischen Berg" erreichen wollte, wurde nach Angaben der Behörden auch mit einer Elektroschockpistole festgenommen.

Die Apokalypse findet statt – zumindest bei der Dargebotenen Hand.

Die Apokalypse findet statt – zumindest bei der Dargebotenen Hand.

Präfekt Eric Freysselinard verwies darauf, dass die Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden seien, da die Entwicklung schwer abzuschätzen sei. "Das Ende der Welt wurde 183 Mal angekündigt", sagte er scherzhaft. "Morgen werden wir sehen, ob es das 184. Mal war."

Der Aufstieg auf den angeblich "Magischen Berg" des 200-Einwohner-Dorfes Bugarach ist bis Sonntag verboten. Es gibt auch ein Überflugverbot, ausserdem sind Camping, Wanderungen, Jagd oder Partys dort untersagt.

Auch die Zufahrt zu dem Dorf ist eingeschränkt und wird womöglich sogar ganz gesperrt. Rund 150 Polizisten und Feuerwehrleute sind in dem Gebiet im Einsatz.

Wissenschaftler widersprechen Apokalyptikern

Seit Jahrzehnten hatten Apokalyptiker diesem Freitag entgegengefiebert: Manche Menschen glauben, am 21. Dezember 2012 werde die Welt untergehen. Sie berufen sich dabei auf den Kalender des Maya-Volkes.

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Wissenschaftler sagen jedoch, die Idee vom Weltuntergang, die auch Hollywood mit Roland Emmerichs Film "2012" anregte, beruhe auf einem Missverständnis. Auf den 13. Kalenderzyklus der Maya folge lediglich eine neue Zeitperiode.

Gelegenheit eines Neuanfangs

In zahlreichen archäologischen Stätten in Südmexiko wird der Abschluss des Maya-Kalenders denn auch gefeiert. Touristen aus aller Welt wollen an den alten Maya-Pyramiden den Beginn der neuen Ära miterleben.

Auch in Guatemala, Belice, Honduras und El Salvador sind Veranstaltungen geplant, die von akademischen Seminaren bis Shows und Konzerten reichen. Laut Archäologen verstanden die Maya das Ende ihrer Rechnung als Gelegenheit eines Neuanfangs im folgenden Zyklus ihrer Zeitzählung.

In anderen Teilen der Welt - so auch in der Schweiz - verstrich der Zeitpunkt, an dem der Maya-Kalender endet, ohne dass es zur Apokalypse gekommen wäre. "Die Welt ist nicht untergegangen. Mit freundlichen Grüssen, Neuseeland", war kurz nach 0.00 Uhr am Freitag auf dem sozialen Netzwerk Imgur zu lesen.

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