Afghanistan

Weltstrafgericht verurteilt Attacke von US-Regierung

ARCHIV - Die Sonne scheint auf die Fassade des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Foto: Peter Dejong/AP/dpa

ARCHIV - Die Sonne scheint auf die Fassade des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag. Foto: Peter Dejong/AP/dpa

Der Internationale Strafgerichtshof hat Drohungen der US-Regierung gegen Mitarbeiter des Gerichts als Angriff auf die Unabhängigkeit der Justiz scharf verurteilt.

Trotz der "Drohungen und Zwangsmassnahmen" bleibe das Gericht fest entschlossen, sein Mandat unabhängig und unparteiisch auszuführen, heisst es in einer Erklärung vom Freitag in Den Haag.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag eine Verfügung genehmigt, nach der Mitarbeiter des Gerichts bei Ermittlungen gegen US-Sicherheitskräfte mit finanziellen Sanktionen und Einreiseverboten bestraft werden können. Das Weltstrafgericht hatte im März den Weg für Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in Afghanistan freigemacht - auch gegen US-Soldaten und Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA.

Das Gericht wirft den USA jetzt vor, mit einer "Reihe von beispiellosen Attacken" Verfahren beeinflussen zu wollen. "Diese Angriffe stellen eine Eskalation dar und einen nicht hinzunehmenden Versuch, in den Lauf der Justiz und die Verfahren des Gerichts einzugreifen." Das Gericht sei eine unabhängige internationale Institution mit 123 Vertragsstaaten aus allen Regionen der Welt.

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