Vatikan

Weiterer Fall von sexueller Belästigung bei der Schweizer Garde

Schweizer Gardist berichtet erneut von sexuellen Avancen von Gottesleuten im Vatikan.

Schweizer Gardist berichtet erneut von sexuellen Avancen von Gottesleuten im Vatikan.

Der Schweizer Gardist, der vor Wochenfrist über sexuelle Avancen von Gottesleuten im Vatikan berichtete, ist offenbar kein Einzelfall. Ein Kommandant der Schweizer Garde soll die Rekruten ausdrücklich vor gewissen Geistlichen gewarnt haben.

Die Probleme rund um das sogenannte Homosexuellen-Netzwerk im Vatikan und der Schweizer Garde weiten sich aus. Nachdem die Berichterstattung über den sexuellen Missbrauch in der letzten Ausgabe der Zeitung «Schweiz am Sonntag» ein grosses Echo ausgelöst hat, wird jetzt ein weiterer Fall publik.

Ein Mann aus der Deutschschweiz, der vor zehn Jahren im Vatikan Dienst tat, soll ebenfalls von diversen Geistlichen sexuell angegangen worden sein. Auch er habe von Bischöfen und Kardinälen eindeutige sexuelle Angebote erhalten. Darunter private Einladungen zu Essen und Alkohol. Nachts habe auf den Korridoren ein emsiges Kommen und Gehen geherrscht.

Geistliche besuchten ihn, wenn er Wache halten musste . Und einer, der Freude an ihm hatte, kam ihn sogar in die Schweiz besuchen. Erst nach und nach habe der Ex-Gardist gemerkt, dass die Leute nicht aus Freundlichkeit etwas von ihm wollten, sondern was da wirklich abläuft.

Ein ehemaliger Kommandant der Schweizer Garde soll die Rekruten zudem ausdrücklich vor gewissen Geistlichen gewarnt haben, schreibt das Blatt weiter. Er riet den Gardisten, sich von bestimmten Personen, die er namentlich nannte, fernzuhalten. Die Medienstelle der päpstlichen Garde hat auf Anfrage dazu keine Stellung genommen.

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