Zahlreiche orthodoxe Gläubige in der Ex-Sowjetrepublik hätten sich massiv über die geplante Aufführung der Rockoper in mehreren Städten beschwert, berichteten lokale Medien am Donnerstag.

Das 1971 uraufgeführte Stück des britischen Komponisten Andrew Lloyd Webber sei ein Sakrileg, weil es den Verräter Judas als sympathische Figur präsentiere, hiess es in einem offenen Brief in der Stadt Mogiljow. Bereits während der Sowjetzeit war das Musical, das die Leidensgeschichte von Jesus im Geiste der Hippie-Ära verarbeitet, verboten.

Kontroverse Kunstdarbietungen geraten in Weissrussland immer wieder ins Visier von Tugendwächtern. So wollte eine Kulturkommission Auftritte der deutschen Rockgruppe Rammstein verbieten.