Die französische Umweltministerin Ségolène Royal hatte sie im Rahmen einer Fragestunde in der Pariser Nationalversammlung gegenüber dem südelsässischen bürgerlichen Député (Nationalrat) Eric Straumann ins Gespräch gebracht. Ausserdem würde die Regierung zwei weitere Möglichkeiten verfolgen: den Bau einer Batteriefabrik für Elektroautos sowie die Niederlassung eines Werks der Elektroautomarke Tesla.

Fessenheim liegt rund 40 Kilometer nördlich von Basel. Claude Brender, Maire des 2300-Einwohnerorts, der den Grossteil seiner Steuereinnahmen von dem AKW erhält, setzte sich in einem Interview mit der «Badischen Zeitung» dafür ein, zwei neue AKW neben den alten Meiler zu stellen. Er argumentierte, dass die Infrastruktur dafür bereits vorhanden sei.

Der Freiburger Bund für Umwelt und Naturschutz wehrt sich in einer Medienmitteilung mit Nachdruck gegen den Vorschlag. Brender befürchtet, dass seine Gemeinde mit dem Aus von Fessenheim 30 Prozent der Einwohner verliert. Endgültig entschieden ist das Aus nicht. Es hängt auch vom Ausgang der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich ab. (psc)