Nachdem US-Präsident Donald Trump sich bei einer Pressekonferenz mit einem CNN-Journalisten angelegt hat, entzog das Weisse Haus dem Reporter die Akkreditierung. Trumps Pressesprecherin Sarah Sanders hat ein Video auf Twitter geteilt, das diesen Schritt zusätzlich rechtfertigen soll.

Das Problem an dem Video: Es ist offenbar bearbeitet. Und zwar von der Fake-News-Website «Infowars», die rechtsextreme und verschwörungstheoretische Inhalte publiziert. Das berichtet unter anderem die amerikanische News-Plattform «Vox».

Sanders erklärte auf Twitter: «Wir bleiben bei der Entscheidung, dieser Person die Akkreditierung zu entziehen. Wir werden unangemessenes Verhalten, wie es das Video deutlich zeigt, nicht tolerieren. »

Hier der vermeintliche Corpus Delicti:

Das Video stammt wohl ursprünglich vom «Infowars»-Redakteur Paul Joseph Watson, der es als Reaktion auf die Debatte um die entzogene Akkreditierung bei Twitter hochlud. Das Weisse Haus hatte Acosta schon bevor das Video aufgetaucht ist beschuldigt, er habe die Mitarbeiterin, die ihm das Mikrofon wegnehmen wollte, körperlich angegangen. 

Und hier zwei Videos, die zeigen, dass sich das wohl nicht so zugetragen hat:

Trump beschuldigte Acosta im Streit während der Pressekonferenz übrigens mehrfach und vehement, Fake News zu verbreiten.

SVP-Kantonsrat Claudio Schmid teilt Fake Video

Auch der Kantonsrat (SVP) teilte das bearbeitete Video auf Twitter als Reaktion auf einen Watson-Artikel. Er empfiehlt im selben Tastenanschlag: Weniger Fake News konsumieren. Okay.

(tam)