Syrien

Waldbrände in Syrien treiben Zehntausende in die Flucht

HANDOUT - Auf diesem Foto, das am Dienstag, den 13. Oktober 2020 auf der offiziellen Facebook-Seite der syrischen Präsidentschaft veröffentlicht wurde, spricht der syrische Präsident Baschar al-Assad (M) während seines Besuchs in der Küstenprovinz Latakia mit den Menschen. Foto: -/Syrian Presidency Facebook/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

HANDOUT - Auf diesem Foto, das am Dienstag, den 13. Oktober 2020 auf der offiziellen Facebook-Seite der syrischen Präsidentschaft veröffentlicht wurde, spricht der syrische Präsident Baschar al-Assad (M) während seines Besuchs in der Küstenprovinz Latakia mit den Menschen. Foto: -/Syrian Presidency Facebook/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Schwere Waldbrände im Nordwesten Syriens haben Zehntausende in die Flucht getrieben und grossen Schaden auf Ackerland angerichtet. Präsident Baschar al-Assad besuchte die Region am Dienstag, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Helfer hatten in Nähe der Küstenstädte Latakia und Tartus in den vergangenen Tagen Dutzende Brände gelöscht und versucht, die Menschen in ländlichen Gegenden unter anderem mit Trinkwasser zu versorgen. Mindestens drei Menschen kamen durch die Brände ums Leben.

Das Gebiet ist eine Hochburg der Anhänger von Präsident Assad. Er sicherte den betroffenen Familien nach Angaben von Sana finanzielle Unterstützung zu, damit sie ihre Heimat nicht verlassen müssen. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 zeigt Assad sich nur noch selten in der Öffentlichkeit.

Allein in der Provinz Tartus seien fast 100 Brände gelöscht worden, teilte der Syrische Rote Halbmond bei Twitter mit. Berichten zufolge seien 9000 Hektar bewaldetes oder landwirtschaftlich genutztes Land - eine Fläche von etwa 12 000 Fussballfeldern - zerstört worden, erklärte das UN-Nothilfebüro Ocha. Bis zu 25 000 Menschen seien vertrieben worden. Die Schäden, darunter auch Verlust der Strom- und Trinkwasserversorgung sowie schlechterer Zugang zu Krankenhäusern, würden schätzungsweise bis zu 140 000 Menschen betreffen.

Die regierungstreue Zeitung "Al-Watan" berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, 15 Verdächtige im Zusammenhang mit den Bränden seien festgenommen worden. Seit Freitag wurden Berichten zufolge in der Region mehr als 150 Brände gemeldet. Dabei wurden auch Obstbäume, Dutzende Häuser und Lager eines Tabakherstellers zerstört.

Der Bürgerkrieg und dessen Folgen haben auch die Brandbekämpfung in Syrien erschwert. Die Rettungsorganisation Weisshelme verbreitete ein Video, wie bei Löscharbeiten in der benachbarten Provinz Idlib ein Sprengsatz explodiert. "Der Regime-Schatten der Ungerechtigkeit lauert überall", schrieb die Organisation zu dem Video. In Idlib hatten Brände bereits im September riesige Gebiete zerstört.

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