Brände

Waldbrände auf Sardinien breiten sich immer mehr aus

Rauchsäule bei San Teodoro auf Sardinien (Archiv)

Rauchsäule bei San Teodoro auf Sardinien (Archiv)

Begünstigt von langen Wochen der Hitze und extremer Trockenheit breiten sich Feuer auf der italienischen Ferieninsel Sardinien immer mehr aus. Besonders betroffen ist die Region von San Teodore südlich von Olbia an der sardischen Nordostküste.

Etwa 800 Menschen mussten dort am Sonntag aus mehreren Dörfern und Hotels vor den vorrückenden Flammen in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer zerstörte bereits zahlreiche Häuser, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Starker Mistralwind treibt die Flammen rasch voran, die Feuerwehren waren auch in der Nacht zum Montag im Dauereinsatz.

Löschflugzeuge, Helikopter und zahlreiche Fahrzeuge waren unterwegs, um die Feuer einzudämmen. Am Sonntagabend wurden in Badualga fünf Einsatzkräfte verletzt, als ein Tank explodierte. Darunter auch Olbias Zivilschutzchef Giuseppe Budroni, er erlitt schwerere Brandverletzungen.

Höchste Gefahrenstufe

Als der Wind auch an anderen Küstenabschnitten Sardiniens die Feuer anfachte und verbreitete, schlug der Zivilschutz der Insel am Sonntagabend Alarm wegen "erhöhter Gefahr". Das ist die höchste Stufe auf der Gefahrenskala für Brände.

Sardinien ist am schlimmsten betroffen, aber auch in anderen Teilen Italiens wüten Brände. Vor allem im Süden und auf den grösseren Inseln brachen in knochentrockener Natur Feuer aus.

Bei weit mehr als 30 Bränden mussten Löschflugzeuge und Helikopter eingesetzt werden, berichteten Medien. Waldarbeiter, Feuerwehren und Zivilschutz seien pausenlos im Einsatz.

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