Syrien

Waffenruhe in syrischer Rebellenprovinz Idlib in Kraft getreten

In Syriens letztem grossen Rebellengebiet um die Stadt Idlib ist am Samstag eine von der Regierung ausgerufene einseitige Waffenruhe in Kraft getreten. Seit dem Morgen gab es nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte keine Luftangriffe. (Archivbild)

In Syriens letztem grossen Rebellengebiet um die Stadt Idlib ist am Samstag eine von der Regierung ausgerufene einseitige Waffenruhe in Kraft getreten. Seit dem Morgen gab es nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte keine Luftangriffe. (Archivbild)

In Syriens letztem grossen Rebellengebiet um die Stadt Idlib ist am Samstag eine von der Regierung ausgerufene einseitige Waffenruhe in Kraft getreten.

Seit dem Morgen habe es zunächst keine weiteren Luftangriffe gegeben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

Ein syrischer Militärsprecher sagte, das Militär werde sich an die am Freitag ausgerufene Waffenruhe halten, behalte sich aber das Recht vor, auf Verstösse von "Terroristen" zu reagieren, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete.

Skepsis bei den Rebellen

Die Rebellen in Idlib zeigten sich skeptisch. Sie vermuten, dass die syrische Armee die Feuerpause nutzen könnte, um Verstärkungen an die Front zu bringen. Zuletzt waren Waffenruhen in der Rebellenprovinz immer wieder gebrochen worden und hielten nur kurz.

Die Region um Idlib ist nach mehr als acht Jahren Bürgerkrieg das letzte grosse Gebiet unter Kontrolle von Rebellen. Dominiert wird es von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS).

Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hatten Ende April mit einer Offensive begonnen und in den vergangenen Wochen strategisch wichtige Geländegewinne erzielt. Syrien und Russland fliegen regelmässig Luftangriffe, bei denen auch immer wieder Zivilisten getötet werden. Sie argumentieren, sie bekämpften in Idlib Terroristen.

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