Das indonesische Verkehrsministerium riet Fluggesellschaften, die Region weiträumig zu umfliegen. Flüge von Singapur und Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Yogyakarta und dem nahe gelegenen Flughafen Solo wurden gestrichen. Auf beiden Flughäfen herrschen seit dem Vulkanausbruch schlechte Sichtverhältnisse.

Wissenschaftler vermuteten, dass die Eruptionen noch mehrere Wochen andauern könnten. Offenbar handle es sich bei der Aktivität des Vulkans "um einen Marathon, nicht um einen Sprint", sagte der Experte Safari Dwiyono, der den Merapi seit mehr als 15 Jahren beobachtet.

Seit Beginn des Ausbruchs am 26. Oktober spuckte der Vulkan mehr als zehn Mal Asche. 38 Menschen kamen bislang ums Leben, und fast 70'000 Anwohner wurden in Sicherheit gebracht. Der 3000 Meter hohe Merapi zählt zu den aktivsten und gefährlichsten Vulkanen Indonesiens.

Das südostasiatische Land liegt im sogenannten pazifischen Feuerring mit zahlreichen Vulkanen, in dem Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen.