Nach Umfragen gibt es dafür eine klare Mehrheit. Das Ergebnis der "Briefwahl" ist für den Gesetzgeber allerdings nicht bindend. Das letzte Wort über die Ehe für alle hat das Parlament.

Grund für die ungewöhnliche Abstimmung ist, dass die Opposition die Pläne des konservativen Premierministers Malcolm Turnbull für eine richtige Volksabstimmung blockiert. Labor-Partei und Grüne sind zwar dafür, dass Frau und Frau sowie Mann und Mann heiraten dürfen. Ein Referendum darüber lehnen sie jedoch ab.

Die Frage an die australischen Wähler lautet nun: "Soll das Gesetz geändert werden, damit gleichgeschlechtliche Paare heiraten können?" Nach den jüngsten Umfragen sind etwa zwei Drittel der Australier dafür. Die Kosten der Befragung werden auf 122 Millionen australische Dollar oder umgerechnet 93 Millionen Franken beziffert. Die Opposition hält das für überflüssig und auch für zu teuer.