Einer der Schwerverletzten starb später im Spital, wie CNN Turk am Samstagabend meldete. Die Explosion ereignete sich in der Mittagszeit unweit des örtlichen Parteibüros der islamisch-konservativen AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Aus lokalen Sicherheitskreisen hiess es, die Attentäterin habe ihren Sprengstoffgürtel gezündet, nachdem Sicherheitskräfte sie am Betreten der AKP-Niederlassung gehindert hätten. Innenminister Idris Naim Sahin betonte dagegen, der Anschlag habe sich nicht direkt gegen das AKP-Büro gerichtet.

Selbstmordanschläge gehören zur Taktik der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Zuletzt waren bei einem Selbstmordanschlag der PKK im November vergangenen Jahres in Istanbul 32 Menschen verletzt worden.

Nach einem blutigen Angriff auf türkische Soldaten vergangene Woche war die Armee mit einem grossangelegten Einsatz gegen PKK-Rebellen an der Grenze zum Irak vorgegangen. Die PKK wird von der Türkei und einem Grossteil der Weltgemeinschaft als Terrororganisation eingestuft. Die Türkei beging am Samstag den 88. Jahrestag ihrer Staatsgründung.