Minenunglück

Verschüttete chilenische Bergleute fordern eine vorzeitige Rente

Ein Teil der verunglückten und geretteten Minenarbeitern (Symbolbild)

Ein Teil der verunglückten und geretteten Minenarbeitern (Symbolbild)

Wegen körperlicher und psychischer Folgeschäden wollen mehrere der wochenlang in einer chilenischen Mine verschütteten Bergleute vorzeitig in Rente gehen.

Möglich sei, 14 der 33 Bergbauarbeiter die Rente vorzeitig auszuzahlen, sagte Cristián Barra vom chilenischen Innenministerium der Zeitung "El Mercurio". Betroffen seien die ältesten und am schwersten erkrankten Kumpel, die keine Möglichkeit hätten, wieder zu arbeiten.

Chiles Präsident Sebastián Piñera will binnen eines Monats entscheiden, ob die Rente gewährt wird. Die Ankündigung könnte mit dem ersten Jahrestag des Unfalls am 5. August zusammenfallen.

"Diese Pensionen wären in Anerkennung dessen, was wir erleiden mussten, und die Forderungen sind darauf zurückzuführen, dass jemand beim Staat keine gute Arbeit gemacht hat", sagte Bergarbeiter Luis Urzúa der Zeitung. Viele Kumpel hätten nach dem Unfall Schwierigkeiten, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Die 33 Bergarbeiter waren am 5. August nach dem Einsturz eines Stollens unter Tage eingeschlossen worden und hatten bis zu ihrer Rettung 69 Tage lang in rund 700 Metern Tiefe ausgeharrt. Die Rettung der Bergmänner am 13. Oktober aus der Mine San José nahe Copiapó hatten weltweit Millionen Menschen am Bildschirm verfolgt.

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