Im Prozess gegen Jörg Kachelmann hat das Gericht am Montag mit der Vernehmung des mutmasslichen Opfers begonnen. Die 37-Jährige beschuldigt den Fernsehmoderator, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Er bestreitet das. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurde für die Vernehmung die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Für den Ausgang des Prozesses wird es darauf ankommen, wem das Gericht glaubt. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurde für die Vernehmung die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Momentane Einvernahme

«Sie wird im Moment zur Person vernommen und schildert ihren Werdegang bis zur beruflichen Tätigkeit, die sie jetzt ausübt», sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth in einer Sitzungspause.

Die Vernehmung sei «sehr ausführlich». Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, er könne sich vorstellen, «dass diese Vernehmung mehrere Tage in Anspruch nehmen wird».

Als das mutmassliche Opfer in der vergangenen Woche vernommen werden sollte und es zu einer längeren Auseinandersetzung um prozessuale Feinheiten kam, sass sie hilflos auf dem Zeugenstuhl. Ihr Gesicht wurde die gesamte Zeit auf eine Videoleinwand projiziert. Eigentlich sollte die Übertragung den Gutachtern ermöglichen, die Mimik der Frau zu beurteilen. (dpa/cls)