USA - Russland

USA werfen Russland Waffentest im Weltraum vor

Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben sich am Donnerstag telefonisch über das letzte verbliebene Abrüstungsabkommen unterhalten. (Archivbild)

Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben sich am Donnerstag telefonisch über das letzte verbliebene Abrüstungsabkommen unterhalten. (Archivbild)

Die USA haben Russland vorgeworfen, eine Waffe im Weltraum getestet zu haben. Die Weltraum-Abteilung der US-Armee erklärte am Donnerstag, sie habe «Beweise» dafür, dass Moskau am 15. Juli eine Anti-Satelliten-Waffe im All getestet habe.

Der Vorfall verdeutliche die "reale, ernsthafte und zunehmende" Bedrohung für die Weltraumsysteme der USA und ihrer Verbündeten, hiess es auf der Website des US Space Command.

Der US-Chefunterhändler für Abrüstungsfragen, Marshall Billingslea, bezeichnete den Waffentest als inakzeptabel. Es handele sich um eine schwerwiegende Angelegenheit, die bei den Abrüstungsverhandlungen mit Moskau in Wien kommende Woche angesprochen werden müsse, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Chef des US Space Command, Jay Raymond, erklärte, der russische Waffentest sei ein "weiterer Beweis dafür, dass Russland fortwährend daran arbeitet, weltraumbasierte Systeme zu entwickeln und zu testen".

Trump telefonierte mit Putin

US-Präsident Donald Trump und sein russischer Kollege Wladimir Putin hatten am Donnerstag in einem Telefonat über die Abrüstungsverhandlungen in Wien in der kommenden Woche gesprochen. Dabei geht es um ein mögliches Nachfolgeabkommen zu dem Abrüstungsvertrag "New Start".

Trump habe Putin gesagt, dass Washington ein "teures" Wettrüsten mit China und Russland vermeiden wolle, sagte ein Sprecher des Weissen Hauses. Demnach waren sich Putin und Trump über die "Dringlichkeit" bilateraler Gespräche über "strategische Stabilität und Rüstungskontrolle" einig.

Letztes Abrüstungsabkommen

Das "New-Start"-Abkommen ist das letzte verbliebene grosse atomare Abrüstungsabkommen zwischen Washington und Moskau. In dem Abkommen hatten sich beide Staaten verpflichtet, die Zahl ihrer Atomsprengknöpfe auf maximal 1550 zu reduzieren. Der Vertrag aus dem Jahr 2010 läuft im Februar kommenden Jahres aus.

Die USA pochen schon lange darauf, China bei den Gesprächen um das New-Start-Abkommen mit an den Verhandlungstisch zu holen. China weigert sich aber bisher strikt, über sein relativ kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.

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