Demnach stimmten nur acht Sicherheitsratsmitglieder dafür. Die Elfenbeinküste, die derzeit den Vorsitz des Gremiums inne hat, verweigerte Washington die Unterstützung.

Die USA hatten seit 2014 jedes Jahr eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrats zur Menschenrechtslage in Nordkorea durchgesetzt. Nordkoreas Verbündeter China war immer dagegen, Washington bekam aber immer genug Unterstützer zusammen. In diesem Jahr sei aber die Elfenbeinküste "nicht an Bord", sagte ein Uno-Diplomat. Ein US-Vertreter sagte, das Treffen könne möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Der nordkoreanische Uno-Botschafter Kim Song hatte sich im November in einem Brief an den US-Sicherheitsrat beschwert, Kritik an der Menschenrechtslage in Nordkorea stehe im Widerspruch zum "derzeitigen Trend" der Annäherung und schüre neue Auseinandersetzungen.

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un waren im Juni in Singapur zu einem historischen Gipfeltreffen zusammengekommen. Kim hatte bei dem Treffen in eine "Denuklearisierung" seines Landes eingewilligt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmassnahmen für den Prozess wurden aber nicht genannt. Ein zweites Treffen wird nach Angaben aus Washington für Anfang 2019 erwartet.