Der Fonds sei gemeinsam mit den philippinischen Behörden eingerichtet worden. Die Mädchen waren nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF zum Zeitpunkt der Taten elf und zwölf Jahre alt.

Der Amerikaner war wegen der Taten im März zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ausserdem wurde ihm eine Entschädigungszahlung von 200'000 Dollar an seine Opfer auferlegt. Die Einrichtung des Fonds solle sicherstellen, dass die Entschädigungszahlung angemessen und "zum Wohle der Opfer" verwendet werde, erklärte das Justizministerium.

Um die Zahlungen zu ermöglichen, sollen die Behörden den Besitz des 64-Jährigen verkaufen. Dies sei wahrscheinlich das erste Mal, dass die USA für ausländische Opfer von Sex-Tourismus einen Entschädigungsfonds einrichteten, so das US-Justizministerium.

Vertrag mit der Mutter

In seinem Prozess hatte der Mann ausgesagt, er habe vor den Taten die Mutter der Mädchen kontaktiert. In einem Schriftwechsel mit hunderten E-Mails habe er geschrieben, dass er mit ihren Töchtern Sex haben wolle. Dafür zahlte er der Mutter laut Gerichtsakten zwischen 2005 und 2009 tausende Dollar.

Der 64-Jährige gab zu, 2007 zwei Mal auf die Philippinen gereist zu sein, um mit den Mädchen Sex zu haben und die Taten zu filmen. Die Mädchen mussten sich in einem Vertrag als seine "Sex-Sklaven" verpflichten. Als er Ende 2008 erneut auf die Philippinen reiste, nahm die Polizei ihn fest.

Die Philippinen sind nach Angaben der Vereinten Nationen eines der Hauptziele von Sex-Touristen. Weltweit fallen laut UNICEF jährlich mindestens eine Million Kinder kommerzieller sexueller Ausbeutung zum Opfer.