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USA geben 5 Millionen Dollar für palästinensische Kliniken

Nun hilft den Palästinensern neben der UNO auch die USA. (Bild: Keystone)

Nun hilft den Palästinensern neben der UNO auch die USA. (Bild: Keystone)

Nach massiven Kürzungen finanzieller Hilfen vor zwei Jahren wollen die USA nun die Palästinenser im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unterstützen.

«Ich freue mich sehr, dass die USA fünf Millionen Dollar für palästinensische Krankenhäuser und Haushalte zur Verfügung stellen, um dringende, lebensrettende Bedürfnisse im Kampf gegen Covid-19 zu decken», schrieb der US-Botschafter in Israel, David Friedman, am Donnerstagabend auf Twitter.

Im Jahr 2018 hatte die US-Regierung die Finanzhilfen für die Palästinenser fast komplett gestrichen. Unter anderem hatten sie die Zahlungen für das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) eingestellt. 2017 waren dies noch rund 365 Millionen US-Dollar (damals rund 321 Millionen Euro) gewesen. Im August 2018 kürzten die USA allein Finanzhilfen in Höhe von 25 Millionen Dollar (damals rund 22 Millionen Euro) für sechs Krankenhäuser in Ost-Jerusalem.

Hintergrund der Kürzungen war ein politischer Streit. Seit der US-Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels im Dezember 2017 akzeptieren die Palästinenser die USA nicht mehr als neutralen Vermittler in dem Konflikt mit Israel. Sie haben jegliche diplomatische Kontakte zu den USA abgebrochen.

US-Präsident Donald Trump präsentierte trotzdem im Januar einen Nahost-Plan. Der Plan sieht auch einen Palästinenserstaat vor, der allerdings mit harten Auflagen und grossen Zugeständnissen der Palästinenser an Israel verbunden wäre. Die Palästinenserführung lehnt den Plan kategorisch ab, weil er aus ihrer Sicht Israel in allen strittigen Fragen bevorteilt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Ramallah ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 294 Personen im besetzten Westjordanland nachgewiesen worden sowie bei 13 im Gazastreifen. Insgesamt seien 69 wieder genesen. Zwei Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion im Westjordanland gestorben.

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