Venezuela

USA fordern Absage der Präsidentschaftswahl in Venezuela

US-Vizepräsident Mike Pence bei seiner Rede an der Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten am Montag in Washington.

US-Vizepräsident Mike Pence bei seiner Rede an der Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten am Montag in Washington.

Die USA haben Venezuela zur Absage der bevorstehenden Präsidentschaftswahl aufgerufen. US-Vizepräsident Mike Pence forderte den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro auf, die für den 20. Mai geplante «Scheinwahl» zu stoppen und «echte Wahlen anzusetzen».

Pence rief am Montag bei einer Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington die Gruppe dazu auf, Venezuela wegen der autoritären Regierungsführung aus dem Staatenbund auszuschliessen. "Das venezolanische Volk hat Demokratie verdient", sagte Pence.

Zugleich verkündete die US-Regierung neue Sanktionen, die sich gegen 16 Firmen in Venezuela und vier weitere Unternehmen in Panama sowie drei Einzelpersonen richten.

Die Opposition in Venezuela ruft zum Boykott der Präsidentschaftswahl auf. Die Regierungsgegner kritisieren seit Jahren Repressalien und Betrug bei Abstimmungen. Die Entscheidung, die Wahl vom Dezember auf den Mai vorzuverlegen, hatte auch international für Kritik gesorgt. Die USA und 16 lateinamerikanische Länder drohten damit, das Wahlergebnis nicht anzuerkennen.

In Venezuela herrscht eine schwere Wirtschaftskrise, ausserdem tobt ein Machtkampf zwischen Maduros linksnationalistischer Regierung und der Mitte-rechts-Opposition.

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