Der Gouverneur des US-Staats Texas erklärte auf einer Pressekonferenz seinen Verzicht und empfahl seinen Anhängern die Wahl des ehemaligen Präsidenten des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich.

"Ich weiss, wenn es an der Zeit für einen strategischen Rückzug ist", sagte Perry. Er nannte Gingrich einen "konservativen Visionär, der das Land verändern kann". Perry will sich nun wieder auf sein Amt in Texas konzentrieren.

Damit gab der Gouverneur von Texas nur zwei Tage vor der Vorwahl in South Carolina auf. Er hatte dort in Umfragen am unteren Ende des Bewerberfeldes gelegen.

Nach seinem späten Einstieg ins Nominierungsrennen im August war Perry an die Spitze der Umfragen geschossen, brach nach schwachen Leistungen in TV-Debatten aber ein. In Iowa holte der 61-Jährige enttäuschende zehn Prozent, in New Hampshire führte er erst gar keinen Wahlkampf.

Mit Perrys Verzicht lichtet sich das Feld der Bewerber: Neben Gingrich bleiben noch der frühere Senator Rick Santorum und der texanische Abgeordnete Ron Paul, denen allerdings kaum Chancen eingeräumt werden, sowie der in Umfragen führende frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, im Rennen.

Romney hat doch nicht gewonnen

Romney musste am Donnerstag zu Kenntnis nehmen, dass er die Vorwahl in Iowa doch nicht gewonnen hat: Nach einer endgültigen Auszählung liege Santorum in Iowa mit 34 Stimmen vor Romney, erklärte die republikanische Partei. Ursprünglich hiess es, Romney habe den sogenannten Caucus mit acht Stimmen Vorsprung für sich entschieden.

Der genaue Ausgang dürfte aber wohl für immer ein Geheimnis bleiben, da die Resultate aus 8 der 1774 Stimmbezirke den Angaben zufolge verschollen sind. Deshalb sähen sich die Republikaner nicht in der Lage, Santorum nachträglich zum Gewinner zu küren, teilte die Partei mit. Die Auftaktvorwahl habe daher offiziell mit einem Unentschieden geendet.