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US-Gesundheitsbehörde rät von Reisen auch zu Weihnachten ab

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz gehen an Geschäften mit weihnachtlicher Dekoration vorbei. Foto: Wang Ying/XinHua/dpa

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz gehen an Geschäften mit weihnachtlicher Dekoration vorbei. Foto: Wang Ying/XinHua/dpa

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC nach dem Erntedankfest Thanksgiving auch von Reisen und Familienbesuchen rund um alle Feiertage im Dezember dringend abgeraten. «Der beste Weg, sich selbst und andere zu schützen, ist, Reisen zu verschieben und zu Hause zu bleiben», sagte Henry Walke von der CDC am Mittwoch bei einer telefonischen Pressekonferenz. «Wir müssen dieses exponentielle Wachstum stoppen und deswegen bitten wir die amerikanische Bevölkerung, Infektionen vorzubeugen und Reisen zu verschieben.»

Bereits zu Thanksgiving in der vergangenen Woche hatte die CDC von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hatten sich daran jedoch nicht gehalten. Zu Thanksgiving kommen in den USA traditionell Grossfamilien oder grosse Freundeskreise zusammen - aber auch zu Weihnachten und anderen Feiertagen im Dezember gibt es normalerweise grosse Zusammenkünfte. "Wir wissen, dass es eine schwere Entscheidung ist, und dass die Menschen Zeit brauchen und Diskussionen mit ihrer Familie und ihren Freunden führen müssen", sagte Cindy Friedman von der CDC.

Wer dennoch reist, dem empfiehlt die CDC, sich vor und nach der Reise testen zu lassen. Zudem teilte die CDC am Mittwoch mit, dass sich ihre Quarantäne-Empfehlungen geändert hätten: Anstelle von 14 Tagen sei nun auch eine 10-tägige Quarantäne-Periode in Ordnung, soweit keine Symptome aufträten, sowie eine 7-tägige Periode ohne Symptome und mit negativem Test-Ergebnis. Von der Änderung erhofft sich die CDC, dass sich mehr Menschen an die Empfehlungen halten.

Die Zahl der Neuinfektionen war zuletzt weiter angestiegen, die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten hatte am Dienstag mit 2597 sogar einen neuen Höchststand seit Mitte April erreicht. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 13,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 270 000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

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