Rassismus

US-Extremisten outen in Seattle illegale Immigranten und schimpfen sie Kriminelle

Flugblätter Burien von Respect Washington

Flugblätter Burien

Flugblätter Burien von Respect Washington

Die Anti-Immigranten-Gruppierung «Respect Washington» aus Burien, einem Vorort von Seattle, veröffentlicht Adressen von angeblich illegalen Immigranten und bezeichnet sie als Kriminelle.

Wie das Online-Nachrichtenportal Crosscut. berichtet, ist die Situation in Burien, einer Vorstadt Seattles, schon länger angespannt. Die radikale Gruppierung "Respect Washington" hetzt seit Monaten gegen Immigranten in der Stadt. Vor Kurzem nahm die Lage jedoch eine drastische Wendung. Die Gruppierung veröffentlichte einen Flyer, der die genauen Adressen von illegalen Immigranten und Verbrechen, die sie angeblich begangen haben sollen, aufzeigt.

Aufgelistet sind Adressen, Namen und angeblich begangene Verbrechen von illegalen Immigranten.

Diese Karte wurde an tausende Bewohner von Burien, Washington USA, verteilt.

Aufgelistet sind Adressen, Namen und angeblich begangene Verbrechen von illegalen Immigranten.

Flugblätter Burien von Respect Washington

Dieser Brief wurde zusammen mit der Karte und der Liste verteilt.

Flugblätter Burien von Respect Washington

Der Flyer, der wohl tausende Einwohner der Kleinstadt erreicht hat, zeigt auch eine Karte, auf der die vermeintlichen Wohnorte von illegalen Immigranten in Burien eingetragen sind.

"Respect Washington", eine Gruppierung, die im ganzen Staat für ihre immigrantenfeindliche Haltung bekannt ist, hat sich zum Flugblatt bekannt.

In einem Facebook-Post hielt "Respect Washington" fest, gegen "illegale Immigration" und nicht gegen "Immigration" an sich zu sein. Sie versicherten zudem, dass jeder Name und jede Adresse auf der veröffentlichen Liste einen zugehörigen Nachrichteneintrag zum angeblich begangenen Verbrechen in der Zeitung "The Seattle Times" oder in Gerichtsunterlagen habe. Demnach seien die Angaben schon vor der Veröffentlichung des Flyers öffentlich zugänglich gewesen.

Der Scheriff des Bezirks King (Washington, USA), John Urquhart, hielt in einem Schreiben fest, dass die Verbreitung Leute in auch Gefahr bringen könne, die s keine Verbindung zu den Verbrechen haben. Das betreffe beispielsweise Familienmitglieder der aufgelisteten Leute oder mögliche Nachmieter der erwähnten Wohnorte. Er schrieb ausserdem: "Ich finde es unverantwortlich und gefährlich, solch dubiose Informationen zu veröffentlichen. Unschuldige Menschen laufen Gefahr Selbstjustiz zum Opfer zu fallen. Die Angst in der Gesellschaft wird unnötigerweise geschürt."

 Eine Reporterin von Crosscut. hat die Auswirkungen des Flyers in Burien verfolgt:

Crosscut-Reporterin zur Situation in Burien

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