Syrien

US-Aussenminister Kerry trifft syrische Opposition

Oppositionsführer Ahmed al-Dscharba und US-Aussenminister Kerry

Oppositionsführer Ahmed al-Dscharba und US-Aussenminister Kerry

US-Aussenminister John Kerry ist mit führenden Gegnern des Assad-Regimes zusammengetroffen. Zuvor hatten die USA angekündigt, die Unterstützung für die syrische Opposition deutlich zu verstärken.

Kerry kam am Freitag in Saudi-Arabien mit dem Vorsitzenden der oppositionellen Nationalen Syrischen Allianz, Ahmed al-Dscharba, zusammen, wie der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete. Das Treffen wurde von einem schweren Streit über die Besetzung der militärischen Führung der Aufständischen in Syrien überschattet.

Der Ministerpräsident Ahmed Tome der von der Opposition selbst ernannten Regierung hatte am Donnerstagabend FSA-Generalstabschef Abdel Illah al-Baschir abgesetzt und den obersten Militärrat aufgelöst. Zugleich rief er die "revolutionären Kräfte" dazu auf, innerhalb eines Monats eine neue militärische Führung zu bilden.

Die Freie Syrische Armee (FSA) wies die Entscheidungen am Freitag jedoch zurück. Die Interimsregierung und die FSA werden zur gemässigten syrischen Opposition gezählt und beide vom Westen unterstützt. Im syrischen Bürgerkrieg gilt die FSA als schwächste der grossen Oppositionsgruppen, die das Regime von Baschar al-Assad stürzen wollen.

Halbe Milliarde für gemässigte Rebellen

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama bittet den Kongress um 500 Millionen Dollar zur Unterstützung gemässigter Rebellen in Syrien. Das Geld solle für Ausstattung und Training verwendet werden. Ziel sei es auch, damit die von der Opposition kontrollierten Gebiete zu stabilisieren, wichtige öffentliche Dienste sicherzustellen und terroristischen Bedrohungen zu begegnen.

Konkrete Pläne, gemässigte Gruppen zu bewaffnen und auszubilden, lägen allerdings noch nicht vor, betonten Vertreter der Regierung und des US-Militärs laut "New York Times".

Kerry traf auf seiner Reise durch mehrere arabische Länder in Saudi-Arabien auch dem Aussenminister des arabischen Landes, Prinz Saud al-Faisal, zusammen. Die USA sind höchst beunruhigt angesichts des Vorrückens der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIS). Das ölreiche sunnitische Königtum Saudi-Arabien hat wiederholt Vorwürfe dementiert, zu den wichtigsten Unterstützern von ISIS zu gehören.

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