USA - Kuba

UNO-Vollversammlung fordert Aufhebung des Kuba-Embargos der USA

Patriotische Wandmalerei in Havanna, der Hauptstadt von Kuba

Patriotische Wandmalerei in Havanna, der Hauptstadt von Kuba

Die UNO-Vollversammlung fordert von den USA die Aufhebung des Embargos gegen Kuba. Der Handelsboykott sei unzeitgemäss und widerspreche dem internationalen Geist von Zusammenarbeit und freiem Handel, heisst es in einer Resolution.

187 der 192 UNO-Staaten nahmen die Resolution am Dienstag an. Dagegen stimmten bei drei Enthaltungen lediglich Israel und die USA selbst.

Kuba nannte das Embargo einen "Akt des Völkermords". Ein Vertreter der USA sagte hingegen, Kuba missachte Frieden und Menschenrechte - "das sind doch zwei Grundwerte der UNO". Kaum jemand erwartet, dass die USA der Aufforderung folgen.

Die Vollversammlung hat, stets initiiert von lateinamerikanischen Staaten, Washington schon 19 Mal zur Aufhebung des Embargos aufgefordert - immer ohne Erfolg. Die Unterstützung für die Resolution hat sich allerdings innerhalb von knapp 20 Jahren von anfangs etwa 50 Staaten inzwischen mehr als verdreifacht.

Nach der Revolution in Kuba 1959 hatten sich die Beziehungen zwischen dem Inselstaat und den USA rasch verschlechtert. Eine von Washington unterstützte Invasion von Exilkubanern in der Schweinebucht 1961 und die Raketenkrise im Oktober 1962 hatten das Verhältnis auf einen Tiefpunkt gebracht.

Das Embargo geht auf 1960 zurück, wurde aber mehrfach verschärft. Bevor Präsident John F. Kennedy 1962 das eigentliche Handelsembargo verhängte, soll er nach Angaben eines Mitarbeiters noch eine Kiste kubanischer Zigarren bestellt haben.

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