Die von der israelischen Armee eingeleiteten Ermittlungen begrüsste er. Diese müssten aber "schnell und absolut transparent verlaufen, wenn die Menschen Vertrauen in deren Erkenntnisse haben sollen", sagte der Menschenrechtskommissar.

Friedliche Proteste seien ein Menschenrecht, betonte er. Die Sicherheitskräfte müssten sich angemessen zurückhalten, wenn sie Proteste im Einklang mit internationalen Standards überwachten. Angesichts des "illegalen Charakters der israelischen Siedlungen" würden Proteste wie im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem "unvermeidlicherweise" auch in Zukunft veranstaltet.

Abu Ain war am Mittwoch nach einer Konfrontation mit der israelischen Armee gestorben. Diese hatte einen Protestmarsch nördlich von Ramallah gewaltsam aufgelöst.

Die palästinensische Autonomiebehörde machte die israelische Armee für den Tod des 55-Jährigen verantwortlich. Das israelische Gesundheitsministerium nannte dagegen unter Verweis auf die Autopsie einen Herzinfarkt infolge einer Stress-Situation als wahrscheinliche Todesursache.

Al-Hussein forderte auch eine "angemessene" Untersuchung der Schüsse der israelischen Armee auf einen 14-jährigen Palästinenser bei Zusammenstössen im Flüchtlingslager Dschelasun bei Ramallah.