Dies sei "eine Warnung an alle", sagte Mladenow am Mittwoch per Videoschaltung aus Jerusalem bei einer Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrates. Niemand im Gazastreifen könne "sich einen weiteren Krieg leisten".

Islamistische Gruppen im Gazastreifen und die israelische Armee hatten sich am Dienstag und bis Mittwochmorgen die schwersten Auseinandersetzungen seit dem Gazakrieg im Jahr 2014 geliefert. Die Konfrontation begann mit dutzenden Raketen- und Granatangriffen aus dem Gazastreifen auf Israel, auf den die israelische Armee mit der Bombardierung dutzender Ziele der Islamisten im Gazastreifen reagierte.

Resolutionsentwurf blockiert

Auf Antrag der USA kam der Uno-Sicherheitsrat am Mittwoch zu der Dringlichkeitssitzung zusammen. Die USA wollten eine Verurteilung des Raketenbeschusses durch die Hamas und den Islamischen Dschihad erreichen. Kuwait blockierte die von den USA eingebrachte Erklärung jedoch und erklärte, einen eigenen Resolutionsentwurf zu der jüngsten Krise vorzulegen. Darin geht es um "die Erwägung von Massnahmen" zum Schutz palästinensischer Zivilisten, wie aus dem Entwurf hervorgeht, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Die USA werden den Entwurf nach Angaben des israelischen Uno-Botschafters Danny Danon ablehnen. Die US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, sagte, die Menschen im Gazastreifen bräuchten "keinen Schutz von aussen", sondern "Schutz von der Hamas", welche im Gazastreifen herrscht.