Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit seien übergewichtig und mindestens 300 Millionen von ihnen fettleibig, sagte De Schutter beim Vorstellen seines Berichts vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf.

Übergewicht und Fettleibigkeit verursachten weltweit 2,8 Millionen Todesfälle im Jahr. In den USA könnten Kinder wegen der schlechten Ernährungsgewohnheiten eine geringere Lebenserwartung haben als ihre Eltern. Auch die Entwicklungsländer seien zunehmend betroffen.

Vermarktung regeln

Das Recht auf Nahrung bedeute nicht nur das Recht, nicht hungern zu müssen, sondern es sei auch ein Recht auf gesunde und vernünftige Ernährung.

De Schutter empfiehlt den Regierungen, die Vermarktung von Nahrungsmitteln zu regeln. Das sei das wirksamste Mittel, um den Verkauf von Lebensmitteln mit zu viel Fett, Zucker oder Salz an Kinder zu verringern.

Mit einer Sondersteuer auf ungesunden Fertiglebensmitteln könnten Schulungskampagnen für gesundes Essen, vor allem Früchte und Gemüse, finanziert werden.

De Schutter wies darauf hin, dass Dänemark, Finnland, Frankreich und Ungarn bereits solche Steuern eingeführt hätten. Studien hätten gezeigt, dass eine Steuer von 10 Prozent auf Soft Drinks einen Rückgang des Kaufs von bis zu 10 Prozent zur Folge habe.

Der UNO-Experte schlägt zudem vor, dass die Staaten einen Plan verabschieden, um die schädlichen Trans-Fettsäuren, die etwa beim Erhitzen von Ölen entstehen, durch mehrfach ungesättigte Fette zu ersetzen.