Es sind unglaubliche Szenen, die sich in Simbabwe abspielen: Nach dem Rücktritt des despotischen Präsidenten Robert Mugabe (93) kennt die Freude der gebeulteten Menschen keine Grenzen. 

"Ich kam aus dem Supermarkt und brach in Tränen aus", erzählt ein Farmer zu BBC News, wie ihn die Gefühle überwältigten. "Er ist weg - es ist vorbei", strahlt er. Der Mann ist einer der wenigen hundert Farmer im Land. 2000 hatten Mugabes Schergen 4500 der zirka 5000 weissen Farmer enteignet. Sie wurden teilweise regelrecht mit Gewalt vertrieben. "Wir haben gelitten unter Mugabe", sagt er und erzählt von Knochenbrüchen und mehr. 

Nun hofft er, dass die Unterdrückung vorbei ist. "Wir glauben das." Und weiter: "Schwarze, Weisse, Farmer, Städter, Reiche, Arme, wir feiern und umarmen uns und sind so begeistert über das, was geschehen ist."

Auf den Strassen in der Hauptstadt Harare, in der zweitgrössten Stadt Bulawayo oder in Victoria Falls, dem Tourismus-Hotspot des Landes, versammelten sich Tausende Menschen auf den Strassen, um gemeinsam zu jubeln. 

Simbabwe zählt 14 Millionen Einwohner. Mehrere Millionen Simbabwer leben allein in Südafrika. Sie sind aus wirtschaftlicher Not dorthin geflüchtet und etwa in der Gastronomie als Arbeitskräfte begehrt. Entsprechend jubeln auch die Simbabwer dort ausgelassen. 

Wie gross die Freude ist, zeigen Videos, die auf Twitter kursieren: 

Autohupen in Harare, der Hauptstadt des Landes: 

Weitere Jubelszenen aus Harare:

Jubel in Bulawayo, der zweitgrössten Stadt von Simbabwe

Jubel im Tourismus-Hotspot Victoria Falls: 

Schon beim Verlesen des Rücktrittsschreibens von Mugabe brach im Parlament Jubel aus: 

Die Ära Mugabe in Bildern: