Krefeld

«Unfassbare Tragödie»: Mehr als 30 Tiere sterben bei Brand in deutschem Zoo – wegen Feuerwerkskörpern?

Affenhaus abgebrannt: Über 30 Tiere tot

Affenhaus abgebrannt: Über 30 Tiere tot

In Deutschland ist im Zoo von Krefeld in der Silvesternacht das Affenhaus abgebrannt. Alle in ihm lebenden Tiere sind ums Leben gekommen.

"Unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden. Es gibt keine überlebenden Tiere im Affenhaus", schrieb der Zoo in der Nähe der Stadt Düsseldorf am frühen Mittwochmorgen auf seiner Facebookseite.

Gemäss Polizeiangaben handelt es sich dabei um mehr als 30 Tiere. Unter den toten Tieren seien auch Flughunde und Vögel, sagte eine Sprecherin.

Um 00:38 Uhr hatten Anwohner die Feuerwehr über den Brand informiert. Die Einsatzkräfte waren wenige Minuten später vor Ort. Beim Eintreffen stand das Affenhaus bereits im Vollbrand. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf andere Zoogebäude verhindern. Das Affenhaus brannte bis auf die Grundmauern nieder. 

Feuerwehrmänner vor dem verheerenden Feuer im Zoo von Krefeld.

Feuerwehrmänner vor dem verheerenden Feuer im Zoo von Krefeld.

Die Brandursache sei bislang ungeklärt, teilten Feuerwehr, Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoo am Mittwochvormittag mit. Die Polizei habe mit Ermittlungen begonnen. Wie der WDR berichtet, könnten Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst haben.

Die Stadt Krefeld wollte im Laufe des Mittwochs auf einer Pressekonferenz weitere Informationen bekanntgeben.

Der Zoo schrieb: "Eine unfassbare Tragödie hat uns kurz nach Mitternacht überrollt." Das Menschenaffenhaus sei niedergebrannt. Die Kriminalpolizei ermittle. Der Zoo bleibe daher am Mittwoch geschlossen. Man habe bereits zahlreiche Hilfsangebote erhalten. "Bitte habt Verständnis, dass wir noch unter Schock (stehen) und nicht genau sagen können, ob und wo Hilfe brauchen."

Das Affentropenhaus wurde den Zoo-Angaben zufolge im Jahr 1975 eröffnet. Die Grundfläche des Baus im Gewächshausstil lag bei 2000 Quadratmetern. Zuhause waren Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas, Krallenaffen, Epauletten-Flughunde und Vögel. Bis 2020 sollten die Orang-Utans und Schimpansen noch Aussenanlagen bekommen. (sda/sam/dpa)

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