"In einer Strassenbahn wurden mehrere Schüsse abgegeben, mehrere Menschen sind verletzt", sagte ein Polizeisprecher am Montag. Festnahmen gab es nicht: Der Täter ist nach Angaben der Polizei noch flüchtig. Der Vorfall ereignete sich um 10.45 Uhr in einer Strassenbahn am Platz des 24. Oktober. 

Laut Medienberichten soll mindestens ein Mensch getötet worden sein. Das meldeten das niederländische Radio sowie die Nachrichtenagentur ANP. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht.

Der Platz an der Strassenbahn-Haltestelle wurde nach Polizeiangaben abgesperrt. Neben Rettungskräften und Helikopter war auch eine Anti-Terror-Einheit vor Ort. 

Alle Moscheen geschlossen

Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar. Die Polizei schliesst auch ein terroristisches Motiv der Täterschaft nicht aus, wie sie auf Twitter schreibt. Die Ermittlungen würden auf Hochtouren laufen. Vorsorglich wurden alle Moscheen in Utrecht geschlossen. "Wir haben das in Abstimmung mit der Polizei getan", sagte der Sprecher der grössten Moschee in der Stadt.

Bewohner sollen Häuser nicht verlassen

Die Bewohner von Utrecht wurden angehalten ihre Häuser nicht zu verlassen, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Weitere Zwischenfälle seien nicht ausgeschlossen. Auch die Universität schloss ihre Türen. Alle Studenten wurden aufgefordert, in den Uni-Gebäuden zu bleiben. 

Die Polizei sperrte eine Strasse in Utrecht ab. Mitglieder einer Anti-Terror-Einheit drangen nach Berichten niederländischer Reporter in eine Wohnung ein. Schüsse seien nicht zu hören gewesen.

«Beunruhigende» Situation

Nach den Schüssen in Utrecht äusserte sich der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte besorgt. Rutte habe in Den Haag von einer "beunruhigenden" Situation gesprochen, meldeten niederländische Medien am Montag. Ein Krisenteam sei eingesetzt worden. Zunächst war unbekannt, wie viele Menschen verletzt wurden. Auch die Hintergründe waren noch unklar.

Hier liegt Utrecht:

(sam/sda)