Einige der Paare hatten sich erst wenige Tage zuvor kennengelernt. Wie üblich bei den Massenhochzeiten dieser religiösen Bewegung waren die Männer in nahezu identische schwarze Anzüge gekleidet, während die Frauen lange weisse Kleider mit einem Schleier über dem Kopf trugen.

Die Mehrheit der Teilnehmer stammte aus Südkorea, doch waren auch etliche Ausländer darunter, teils aus westlichen Staaten. Geleitet wurde die Feier von Hak Ja Han, der 71-jährigen Witwe des Sektengründers Sun Myung Moon, der im September 2012 im Alter von 92 Jahren gestorben war.

Die Moon-Sekte hatte 1997 in Washington rund 30'000 Paare zu einer Massenhochzeit versammelt. Zwei Jahre später gaben sich im Olympiastadion von Seoul 21'000 Paare das Ja-Wort. Kritiker werfen der Sekte vor, ihre Anhänger einer regelrechten Gehirnwäsche zu unterziehen.

Die meisten der Ehen wurden früher von Moon persönlich arrangiert, der davon überzeugt war, dass Liebesheiraten zu sexuellen Ausschweifungen und letztlich zu einer kranken Gesellschaft führen. Da Moon eine Vorliebe für multikulturelle Paare hatte, sprechen viele Ehepartner nicht dieselbe Sprache.

Inzwischen werden die meisten Ehen von den Eltern arrangiert. Die Eheleute müssen unter Eid ihre Jungfräulichkeit bestätigen und dürfen erst nach 40 Tagen Sex miteinander haben.