Bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt auf der Krim in Simferopol ist ein ukrainischer Soldat getötet worden.

Rund 20 ukrainische Soldaten hätten es abgelehnt, sich zu ergeben, sagte ein Angehöriger der Militärbasis. Bei ihnen seien 10 bis 15 weitere Personen, darunter Frauen.

Auch ein Mitglied der pro-russischen so genannten Selbstverteidigungskräfte sei erschossen worden, hiess es von der Polizei.

Ein Heckenschütze habe am Dienstag aus einem verlassenen Gebäude bei der ukrainischen Militärbasis in Simferopol in verschiedene Richtungen gefeuert. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden.

Der zuständige Ministeriumssprecher machte keine Angaben darüber, ob der Stützpunkt von russischen Soldaten oder prorussischen Milizen angegriffen wurde.

Marine-Kommandant Sergej Gajduk erklärte am Rande des Gesprächs, in den vergangenen Tagen hätten sich die Versuche «militärischer Einheiten» gehäuft, ukrainische Stützpunkte zu erstürmen.

Insgesamt 38 ukrainische Militärstützpunkte auf der Halbinsel würden inzwischen von russischen Streitkräften blockiert. In der Krim-Hafenstadt Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert.