Ukraines Staatschef Viktor Janukowitsch hat aber klargestellt, dass er grundsätzlich weiter am Ziel eines Assoziierungsabkommens mit der EU festhält. "Ich bestätige die Absicht der Ukraine, das Assoziierungsabkommen in naher Zukunft zu unterzeichnen", sagte der Präsident am Freitag.

Vor einem Integrationsabkommen müsse die EU seinem Land aber Wirtschaftshilfe gewähren, erklärte Janukowitsch vor Journalisten beim EU-Gipfel zur Ostpartnerschaft in Vilnius, wie sein Büro in Kiew mitteilte.

Die für den Gipfel geplante Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU hatte Janukowitsch vergangene Woche auf Druck Russlands abgesagt. Moskau hatte unter anderem mit Handelssanktionen gedroht.

Der Entscheid Janukowitschs hatte in der Ukraine Massenproteste von pro-europäischen Demonstranten ausgelöst. Ukrainische Oppositionsvertreter reisten nun gleichfalls zu dem Gipfel nach Litauen, um für das Abkommen zu kämpfen.

Unterdessen paraphierten am Freitagmorgen die EU und die beiden Ex-Sowjetrepubliken Georgien und Moldawien ein Assoziierungs- und Freihandelsabkommen. Eine Unterzeichnung ist dann im kommenden Jahr geplant.

Ausserdem soll Aserbaidschan Visaerleichterungen erhalten. Damit werden fünf von sechs Staaten der osteuropäischen Partnerschaft von Visaerleichterungen profitieren. Dazu zählen die Ukraine, Georgien, Armenien, Georgien und neu Moldawien - nicht aber Weissrussland.