Uganda

Ugandischer Oppositionsführer ruft zu friedlichen Protesten auf

Oppositionsführer Kizza Besigye

Oppositionsführer Kizza Besigye

Der ugandische Oppositionsführer Kizza Besigye hat angesichts der umstrittenen Präsidentenwahl der vergangenen Woche zu friedlichen Demonstrationen gegen die Regierung von Yoweri Museveni aufgerufen.

In einer Rede vor mehreren hundert Anhängern in der Hauptstadt Kampala bezeichnete Besigye die Wahlkommission des Landes als inkompetent und das Ergebnis der Wahl als manipuliert. "Die Zeit ist reif für das Volk von Uganda, sich zu erheben", sagte Besigye.

Ein Sprecher der ugandischen Streitkräfte reagierte harsch auf den Aufruf zu Protesten. "Wir sind auf sie vorbereitet", sagte er. "Lass sie auf die Strasse kommen und sehen, was wir mit ihnen tun werden."

Museveni hatte zuvor bereits angekündigt, er werde jeden, der sich an Demonstrationen nach dem Vorbild Ägyptens beteilige, ins Gefängnis sperren lassen.

Museveni, der Uganda seit 25 Jahren regiert, kam nach Angaben der Wahlkommission bei der Abstimmung am vergangenen Freitag auf 68 Prozent der Stimmen, sein schärfster Konkurrent Besigye erhielt 26 Prozent. In der Vergangenheit kritisierte Museveni afrikanische Staatschefs, die sich an die Macht klammerten. Dennoch trat er für eine weitere fünfjährige Amtszeit an.

Die Opposition hatte bereits am Wahltag von Betrug und Stimmenkauf berichtet. Auch internationale Beobachter hatten Mängel bei der Durchführung der Wahl kritisiert.

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