EU - Wissenschaft

Über 3000 unterzeichnen Online-Petition für EU-Spitzenforschung

Bis Freitagabend haben knapp 3200 Personen die Online-Petition der "Freunde des ERC" unterzeichnet. Sie fürchten, dass im neuen EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe" nicht genügend finanzielle Mittel für die Spitzenforschung zur Verfügung steht. (Archiv)

Bis Freitagabend haben knapp 3200 Personen die Online-Petition der "Freunde des ERC" unterzeichnet. Sie fürchten, dass im neuen EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe" nicht genügend finanzielle Mittel für die Spitzenforschung zur Verfügung steht. (Archiv)

Knapp 3200 Personen haben bis Freitagabend eine von europäischen Forschern und Wissenschaftlern lancierte Online-Petition unterzeichnet. Darin fordern sie genügend Mittel für das künftige EU-Forschungsprogramm «Horizon Europe».

"Lasst uns 5000 erreichen", schreiben die "Freunde des ERC" auf ihrer Internetseite mit Blick auf die Unterschriftenzahlen. Der Europäische Forschungsrat (ERC) sei "eine der grössten Erfolgsgeschichten in der EU in den letzten zehn Jahren", schreiben sie.

Mit dem Start der Petition war am 14. April auch ein Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Parlamentspräsident David Sassoli verschickt worden. Der Brief war von Wissenschaftlern und Forschern aus acht europäischen Staaten unterzeichnet worden - darunter auch drei Nobelpreisträger.

Denn wegen des Streits der EU-Staaten um den siebenjährigen Finanzrahmen 2021-2027 befürchten sie, dass bei "Horizon Europe" und damit auch beim prestigeträchtigen ERC gespart werden könnte. Dieser vergibt Forschungsgelder von mehreren Millionen Euro - so genannte "Grants".

Dank seiner politischen Unabhängigkeit, den mutigen Forschungsideen, einem Bottom-Up-Ansatz und einem einmaligen Fokus auf die Exzellenz seien die vergebenen "Grants" "die prestigeträchtigsten in der ganzen Welt", schreiben die Petitionäre weiter.

Die Schweiz beteiligt sich am aktuellen EU-Forschungsprogramm "Horizon 2020" und ist bei den ERC-Ausschreibungen äusserst erfolgreich. Auch am nächsten Forschungsprogramm "Horizon Europe" möchte sie gerne teilnehmen.

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