Afghanistan

Über 30 Tote bei Selbstmordanschlag im afghanischen Kundus

Verletzte werden in einem Spital in Kundus gepflegt

Verletzte werden in einem Spital in Kundus gepflegt

Ein Selbstmordattentäter hat am Montag in einem Rekrutierungszentrum der Armee in der nordafghanischen Stadt Kundus mindestens 35 Menschen mit in den Tod gerissen. Nochmals ebenso viele Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

Nach Regierungsangaben waren die meisten Opfer vom Montag junge Männer, die am Rekrutierungszentrum in der Stadtmitte anstanden, um sich freiwillig für den Armeedienst zu melden. Unter den Toten waren aber auch mehrere Kinder.

Präsident Hamid Karsai verurteilte den Anschlag auf das Schärfste. Er sprach von "einem unverzeihlichen Terrorangriff gegen jene, die sich der Armee anschliessen wollten, um ihre Nation zu schützen".

Ein anderes Rekrutierungszentrum der afghanischen Armee in Kundus hatte ein Selbstmordkommando der Taliban vor drei Monaten angegriffen. Bei stundenlangen Feuergefechten waren damals neun afghanische Soldaten und Polizisten sowie die vier Angreifer getötet worden.

Erst am vergangenen Donnerstag wurden bei einem Selbstmordanschlag in Kundus-Stadt der Provinz-Polizeichef Abdul Rahman Sayedkhili und zwei seiner Leibwächter getötet.

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