"Wir haben die Absicht, mit Israel Frieden zu schliessen", wurde er am Samstag von der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu zitiert. Sowohl die EU als auch die USA haben beide Seiten aufgerufen, die Spannungen zu überwinden, um die Friedensbemühungen im Nahen Osten zu unterstützen.

Der israelischen Regierung warf Davutoglu vor, Annäherungsversuche Ankaras nicht zu erwidern. Die Türkei wolle zugleich Beziehungen aufrechterhalten und ihre Rechte verteidigen, sagte der Aussenminister vor der geplanten Rückkehr eines türkischen Schiffs nach Istanbul, das im Mai von Israel beschlagnahmt worden war. Auf der "Mavi Marmara" waren bei einer israelischen Kommandoaktion neun propalästinensische Aktivisten getötet worden.

Das Schiff wurde am Sonntag in Istanbul von Tausenden propalästinensischen Aktivisten erwartet. Sie versammelten sich am Hafen Sarayburu. Einige Demonstranten begaben sich an Bord von Booten, um dem Schiff entgegenzufahren.

Gute Beziehungen erwünscht

Israel erklärte zu den Vorwürfen aus Ankara, die Tatsache, dass der jüdische Staat in der Vergangenheit nach zwei Erdbeben humanitäre Hilfe in die Türkei gesandt habe, spreche für sich und sei ein freundlicherer Akt als die Äusserung des türkischen Aussenministers.

Der Sprecher des Aussenministeriums, Jigal Palmor, sagte, Israel habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass es gute Beziehungen zur Türkei wünsche. Dies sei unverändert das Ziel.

Das Verhältnis zwischen Israel und der Türkei hatte sich nach dem Angriff auf die Hilfsflotte für den Gazastreifen verschlechtert. Die Türkei zog nach den Ereignissen ihren Botschafter aus Tel Aviv ab.

Als Bedingung für die Beilegung des Streits forderte Israel von der Türkei die Rückkehr des Botschafters und dass Ankara den Zwischenfall nicht mehr international zum Thema mache. Die Türkei verlangt von Israel neben einer Entschuldigung eine Entschädigung der Hinterbliebenen der Opfer.