Ahmad hat einen einfachen Trick. Wenn die Leute von der Geburtskirche her die Treppe emporkommen und auf dem Weg hoch zu den engen Marktgassen Bethlehems an seinem Stand vorbeikeuchen, dann drückt er ihnen ungefragt ein Stück seines Nougat-Kuchens in die Hand und schwärmt von den Mandeln, die wie Kieselsplitter aus dem zäh-klebrigen Block ragen.

«Von den Bäumen meines Grossvaters sind die, aus Samaria, die besten Mandeln des Orients in meinem hausgemachten Kuchen», sagt Ahmad und säuselt, wie Generationen von Marktschreiern und gewitzten Feilschern vor ihm entlang den Treppen Bethlehems schon gesäuselt haben.

Und wenn die von den süssen Nougatstücken angefixten Touristen eine halbe Stunde später wieder von dem anstrengenden Aufstieg zurückkehren und an Ahmads Stand vorbeilaufen, dann macht er ihnen einen «Spezialpreis, nur für Sie».

Originell ist das nicht, aber effizient. «Der Kuchen ist ein Jahr haltbar, das ideale Souvenir», sagt Ahmad.

Und wenn man eine Weile mit ihm spricht und ihn fragt, woher er die Kuchen habe, dann sagt er: «Aus dem Supermarkt in Beit Sahour.»

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Grafik: Elia Diehl