Adventskalender

Türchen 1: Warum Qadira im Wellblech-Camp Al Auja mitten in der Wüste bleiben will

Qadira vor der Wellblech-Hütte ihrer Familie.

Qadira vor der Wellblech-Hütte ihrer Familie.

Die erste von 24 Begegnungen auf dem Heiligen Pfad von Nazareth nach Bethlehem: Es ist die Geschichte des kleinen Mädchens Qadira und warum sie in dem kleinen Wellblech-Camp südlich des Wüsten-Tals Wadi Auja bleiben will.

Alle paar Wochen kommen Wanderer im kleinen Wellblech-Camp südlich des Wüsten-Tals Wadi Auja vorbei, in dem Qadira mit ihrer Familie wohnt.

Dann müssen sie und ihre Schwester jeweils helfen, die alten Rosshaarmatratzen vor dem Gästezelt auszuklopfen und wieder hinzulegen. Schliesslich sollen die Wanderer, die für eine Nacht im Beduinencamp schlafen, einigermassen bequem liegen können.

Qadiras Grossvater ist so etwas wie der Dorfälteste hier, der Quasi-Bürgermeister eines Ortes, der auf keiner Karte offiziell vermerkt ist und dessen rund 120 Bewohner täglich aufs Neue darauf hoffen, dass sie nicht fortziehen müssen.

Qadiras Familie hat nämlich erst seit ein paar Jahren eine Bewilligung, um hier temporär leben zu dürfen. Ein Haus bauen oder einen Wasseranschluss installieren dürfen sie nicht. Sie müssen jederzeit darauf vorbereitet sein, dass man ihnen das Bleiberecht wieder nimmt.

Doch von diesen territorialen Machtspielen versteht Qadira noch nicht sehr viel. Sie weiss nur, dass sie hier bleiben will. Weil hier immer diese Wanderer kommen. Manchmal bringen die sogar Schokolade mit.

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Grafik: Elia Diehl

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