Im politischen Prag hatte die Moskau-Reise des als russlandfreundlich geltenden Präsidenten auch für Kritik gesorgt. Zeman sagte der tschechischen Nachrichtenagentur CTK zufolge bei dem Treffen, dass er gegen die wegen der Ukraine-Krise verhängten Russland-Sanktionen der EU gewesen sei.

Putin habe ihm versichert, dass er die Einhaltung des Minsker Abkommens "bis auf den letzten Buchstaben" befürworte und auf eine stärkere Dezentralisierung der Ukraine hoffe. Bei dem gut einstündigen Gespräch ging es ferner um russische Schulden für einen Kraftwerksbau. Das Thema Menschenrechte sei nicht zur Sprache gekommen, sagte Zeman tschechischen Journalisten.